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Leitwährung

Als Leitwährung bezeichnet man die im internationalen Gebrauch bedeutsamste Währung. Die internationale Bedeutung einer Währung kann daran bemessen werden, inwiefern sie als Transaktions- und Reservewährung von den handelnden Akteuren genutzt wird.

Man findet auch den Begriff der Ankerwährung. Während des Bretton-Woods-System war beispielsweise der US-Dollar weltweite Ankerwährung. Die Deutsche Mark fungierte im Europäischen Währungssystem de facto als Ankerwährung, nicht aber de jure. Ankerwährungen sind normalerweise Währungen des größten und dominierenden Handelspartners kleinerer Länder: In Amerika der US-Dollar, in Europa der Euro, in Ostasien etwa der Yen.

Derzeit ist der US-Dollar die weltweit wichtigste Leitwährung (Weltleitwährung). Von manchen Ökonomen wird er sogar als Weltwährung bezeichnet. Die im internationalen Vergleich zweitbedeutendste Währung ist der Euro, die dritte seit 2006 das Britische Pfund, das den Yen von dieser Position abgelöst hat. Mittlerweile befindet sich wegen seiner gestiegenen Bedeutung auch der chinesische Renminbi im Währungskorb des IWF).

Wird die Währung eines Landes außerhalb seiner Grenzen in großem Umfang zu Wertaufbewahrungs- und Transaktionszwecken genutzt, so stellt dies insbesondere unter dem Aspekt steigender Seigniorage-Einnahmen, aber auch aufgrund wegfallender Wechselkursunsicherheit und verminderter Transaktionskosten einen enormen Vorteil für das Land dar.

Darüber hinaus gewinnt ein Land in den relevanten internationalen Organisationen (G20, IWF etc.) tendenziell an Einfluss, sofern seine Währung internationale Bedeutung hat.

 

Quellen