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Inflation

Inflation (von lat.: das Sich-Aufblasen; das Aufschwellen) bezeichnet in der Volkswirtschaftslehre eine allgemeine Erhöhung der Güterpreise, die entsprechend das Absinken der Kaufkraft zur Folge hat.

Um die Gütermenge näherungsweise fassbar zu machen, werden nur bestimmte Güter über Warenkörbe definiert.

Als Gegenmaßnahmen wird die Politik der Preisniveaustabilität und die Einrichtung von Zentralbanken – wie etwa der Europäischen Zentralbank – verfolgt.


Hyperinflation ist eine Form der Inflation, in der sich das Preisniveau sehr schnell erhöht. Es gibt keine allgemein akzeptierte Definition, aber eine verbreitete Faustregel spricht von einer Hyperinflation ab einer monatlichen Inflationsrate von 50 %, die einer jährlichen Rate von umgerechnet rund 13.000 % entspricht. Einfach gesagt ist eine Hyperinflation eine unkontrollierbare Inflation mit extrem hoher monatlicher Rate. Viele Hyperinflationen sind nur verhältnismäßig kurz und enden in einer Währungsreform.

Bei der Auswahl des Warenkorbs für die Berechnung einer Inflationsrate wird üblicherweise versucht, einen repräsentativen Warenkorb zu definieren, um die Wirkung der Inflation bestmöglich zu beschreiben. In Europa wird hierzu der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) verwendet.

Einzelne Aspekte der Inflation lassen sich mit einem derartigen Index jedoch nicht angemessen darstellen.


Kerninflation ist ein volkswirtschaftliches Konzept zur Messung der Inflation, das die Preisänderungen bestimmter Güter nicht berücksichtigt. Die Kerninflationsrate schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind.

Es besteht kein einheitliches Modell einer Kerninflationsrate. Teilweise werden zusätzlich noch Tabakprodukte und Produkte mit administrierten Preisen (z. B. „Kerninflationsrate 2“ des Bundesamts für Statistik) aus dem Warenkorb ausgeschlossen.

EUROSTAT berechnet regelmäßig die Kerninflationsrate als einen um die Energie- und Lebensmittelkomponenten bereinigten HVPI. Dieser wird von der EZB als ein Indikator bei der Festlegung geldpolitischer Maßnahmen genutzt.

In der Schweiz verwendet die Schweizerische Nationalbank eine Kerninflationsrate als Inflationsrate ohne Nahrung, Getränke, Tabak, Saisonprodukte, Energie und Treibstoffe.

Die Verwendung der Kerninflationsrate durch die Notenbanken geht von der Annahme aus, dass temporäre externe Preisschocks und jahreszeitliche Schwankungen keinen Einfluss auf die Entscheidung über geldpolitische Maßnahmen haben sollten.

Für die EZB ist jedoch die Entwicklung des HVPI und nicht die Kerninflationsrate der entscheidende Maßstab. Bedingt durch mögliche Zweitrundeneffekte sind auch externe Preisschocks geeignet, dauerhafte Wirkungen auf die Inflation zu haben.


Quellen

Weblinks